Sicherheitsschlüssel nachbestellen – Code, Schlüsselnummer oder Sicherungskarte?
Für einen passenden Nachschlüssel muss zuerst das Schließsystem eindeutig bestimmt werden. Je nach System genügen Hersteller und Schlüsselnummer; bei geschützten Systemen werden zusätzlich eine Sicherungskarte oder andere Berechtigungsnachweise verlangt.
Schlüsselnummer, Code oder andere Kennzeichnung?
Auf einem Schlüssel können mehrere Nummern stehen. Nicht jede davon ist ein Bestellcode:
- Schlüsselnummer oder Schließungsnummer: ordnet den Schlüssel einer bestimmten Schließung zu.
- Code: kann die für die Fertigung benötigte Schneid- oder Systeminformation enthalten. Aufbau und Bedeutung sind herstellerabhängig.
- Profil- oder Rohlingkennzeichnung: beschreibt häufig nur die Form beziehungsweise das Profil des Schlüssels und reicht allein meist nicht für einen fertigen Nachschlüssel.
- Artikel-, Patent- oder Serienangabe: kann das System eingrenzen, ist aber nicht automatisch die individuelle Schlüsselnummer.
Entscheidend ist immer die Kombination aus Hersteller, Schließsystem und der konkreten Nummer. Gleiche oder ähnlich aufgebaute Nummern können bei verschiedenen Systemen etwas anderes bedeuten.
Wann wird eine Sicherungskarte benötigt?
Bei vielen geschützten Schließsystemen darf ein Nachschlüssel nur für berechtigte Personen gefertigt werden. Dann verlangt der Hersteller oder Fachhändler die zum System gehörende Sicherungskarte, einen darauf vermerkten Code oder einen vergleichbaren Berechtigungsnachweis.
Ob eine Karte erforderlich ist, hängt vom Hersteller, vom System, vom Alter der Anlage und von den Bestellregeln ab. Eine auf dem Schlüssel sichtbare Nummer ersetzt die Sicherungskarte nicht automatisch.
Nachschlüssel für eine bestehende Schließanlage
Gehört der Schlüssel zu einer Schließanlage, muss der neue Schlüssel dieselben vorgesehenen Türen schließen. Dafür wird nicht nur das Schlüsselprofil benötigt, sondern die eindeutige Zuordnung zur Anlage und zur vorhandenen Einzelschließung, Zentral- oder Gruppenschließung.
Hilfreich sind die Anlagenbezeichnung, die Schlüsselnummer, vorhandene Bestellunterlagen und die Sicherungskarte. Stimmen Sie zusätzliche Schlüssel bei verwalteten Gebäuden immer mit der dafür verantwortlichen Person oder Hausverwaltung ab.
Was ist möglich, wenn die Sicherungskarte fehlt?
Fehlt die Sicherungskarte, sollte zuerst geklärt werden, wer Eigentümer oder Verwalter der Schließanlage ist und ob dort noch Unterlagen vorhanden sind. Je nach System können Ersatzkarten, eine Legitimation über den registrierten Anlageninhaber oder andere herstellerspezifische Verfahren möglich sein.
Ist das System nicht eindeutig identifizierbar, nicht mehr geschützt oder vom Hersteller eingestellt, muss der Einzelfall geprüft werden. Nicht jedes System lässt sich ohne Karte nachbestellen; in manchen Fällen ist ein neuer Zylinder oder ein Nachfolgesystem die sichere Lösung.
Welche Angaben und Fotos helfen bei der Anfrage?
- Herstellername und bekannte Bezeichnung des Schließsystems,
- alle gut lesbaren Nummern und Zeichen auf Vorder- und Rückseite,
- ein scharfes Foto des gesamten Schlüssels von beiden Seiten,
- eine gerade Profilansicht von der Schlüsselspitze,
- bei einer Schließanlage die Anlagen- oder Schlüsselnummer,
- Hinweis, ob Sicherungskarte und Berechtigungsnachweis vorhanden sind.
Decken Sie auf Fotos nicht benötigte Namen, Adressen und andere persönliche Angaben ab. Fotografieren Sie die Kennzeichnungen bei diffusem Licht und ohne Spiegelung.
So läuft die Nachbestellung ab
- Schlüssel und Schließsystem eindeutig bestimmen.
- Erforderliche Nummern sowie gegebenenfalls Sicherungskarte oder Berechtigungsnachweis bereithalten.
- Passenden Artikel auswählen oder die Angaben zur Prüfung senden.
- Erst nach bestätigter Zuordnung die gewünschte Stückzahl bestellen.
Wenn Sie den Schlüssel noch nicht sicher zuordnen können, hilft auch der Ratgeber „Welchen Schlüssel benötige ich?“.